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20. Juni 202612 Min. Lesezeit

Urlaub mit Hund im Ticino: Natur, Spaziergänge und Entspannung

Entdecken Sie, warum das Ticino eines der beliebtesten Reiseziele für einen Urlaub mit Hund ist. Wanderungen, Seen, Natur und Tipps für einen erholsamen Aufenthalt in der italienischen Schweiz.

Es gibt diesen einen Moment, wenn man mit seinem Hund im Ticino ankommt, in dem sich alles verlangsamt. Das heruntergelassene Fenster, die Luft, deren Duft sich verändert, die ersten Kurven, die sich durch die Wälder hinaufwinden: Auch er spürt es. Er spitzt die Ohren, schnüffelt, schaut hinaus. Er weiss, dass wir an einem besonderen Ort angekommen sind. Ein Ort, an dem er endlich rennen, erkunden und ruhen kann. Ein Ort, der wirklich auch für ihn gedacht ist.

Das Ticino — und insbesondere das Malcantone, die Hügelregion, die sich westlich von Lugano bis zur italienischen Grenze erstreckt — ist seit Jahren eines der bevorzugten Ziele für all jene, die einen Urlaub mit Hund abseits des Massentourismus suchen. Keine überfüllten Strände, keine starren Vorschriften, keine „Hunde verboten“-Schilder an den Eingängen der Restaurants. Nur Natur, Wanderwege, ruhige Dörfer und eine Kultur, die Tiere ganz selbstverständlich als Teil der Familie willkommen heisst.

In diesem Ratgeber erzählen wir Ihnen, warum das Ticino ein so spezielles Reiseziel für Menschen mit vierbeinigen Begleitern ist, welche Wege sich lohnen, welche Seen und Dörfer einen Besuch wert sind und wie Sie eine Unterkunft wählen, die wirklich auf Sie und Ihren Hund zugeschnitten ist.

Warum das Ticino für einen Urlaub mit Hund wählen?

Das Ticino vereint zwei Welten, die selten so harmonisch nebeneinander existieren: die Schweizer Gründlichkeit — markierte Wanderwege, Ordnung, Sicherheit, pünktlicher öffentlicher Verkehr — und die italienische Lebensart, geprägt von langen Mittagessen im Freien, alten Kirchen, terrassierten Weinbergen und Seen, die zwischen Palmen glitzern. Für Reisende mit Hund bedeutet dieses Gleichgewicht ein Reiseziel, das von Natur aus pet-friendly ist, nicht aus Marketinggründen.

Auf den Bergpfaden, in den Wäldern, entlang der Flüsse und Seen gibt es keine besonderen Einschränkungen für Hunde. Fast alle Restaurants akzeptieren gut erzogene Hunde auf der Terrasse, viele auch im Innenbereich: Oft bringt der Kellner bereits einen Napf mit Wasser, noch bevor die Bestellung aufgenommen wird. In den Schweizer Zügen und Postautos reisen Hunde zum ermässigten Preis (kleine Hunde in einer Transportbox sogar kostenlos), und an den Bahnhöfen finden sich Wassernäpfe und — immer häufiger — kleine eigene Bereiche für sie.

Hinzu kommt das Klima: das ganze Jahr über mild, in den Hügeln auch im Sommer angenehm frisch, ohne die drückende Hitze der Mittelmeerküsten. Die Nachttemperaturen sinken selbst im Juli gerne unter zwanzig Grad, und die Luftfeuchtigkeit ist fast immer niedrig. Für einen Hund, besonders wenn er mittelgross oder gross ist, ist das der Unterschied zwischen einem gelebten und einem erduldeten Urlaub.

Und dann gibt es noch ein Detail, das nicht oft erwähnt wird: Im Ticino ist es sehr einfach, einen diensthabenden Tierarzt zu finden, Apotheken führen spezifische Produkte, und selbst die Lebensmittelgeschäfte in den kleinen Dörfern verkaufen hochwertiges Hundefutter. Es sind kleine Details, aber wenn man mit einem vierbeinigen Gefährten reist, machen sie einen riesigen Unterschied.

Wanderung mit Hund in der Natur des Ticino
Wälder, Schatten und Stille: Das Ticino ist ein Naturpark nach Mass für Hunde.

Das Malcantone: Eine der grünsten Zonen im Ticino

Wenn das Ticino grün ist, dann ist das Malcantone sein waldreiches Herz. Eine Region mit sanften Hügeln, Steinhäusern, Weinterrassen, alten Mühlen entlang der Bäche und riesigen, jahrhundertealten Kastanienhainen, die sich im Herbst in einen goldenen Teppich verwandeln. Die Dörfer — Monteggio, Ponte Tresa, Miglieglia, Astano, Sessa, Curio, Aranno, Vernate — bewahren einen Rhythmus, der in Lugano längst verloren gegangen ist: die Bäckerei, die um sieben öffnet, der Samstagsmarkt, die Glocken, die den Tag gliedern, die Senioren, die auf der Bank vor der Kirche plaudern.

Das Malcantone ist zudem eine der am dünnsten besiedelten Regionen des Kantons: Jedem bewohnten Dorf stehen kilometerlange Wälder, Wiesen und Saumpfade gegenüber. Es ist eine über Jahrhunderte vom Menschen geschaffene Landschaft — Terrassen, Pflasterwege, Brunnen, isolierte Kapellen —, der man jedoch Raum zum Atmen gelassen hat. Beim Wandern begegnet man mehr Eichhörnchen als Menschen, und im Sommer ist das Zirpen der Zikaden die einzige Kulisse.

Monteggio

Monteggio ist im Besonderen einer jener Orte, an denen man sofort merkt, dass man woanders angekommen ist. Die Strasse endet, der Wald beginnt, und kilometerlang gibt es nichts als Pfade, Bäche und Stille. Es ist eine kleine Streugemeinde, bestehend aus Weilern, die das Tal der Tresa überblicken: Steinhäuser mit Schieferdächern, Holzbalkone voller Geranien, mit Ausdauer gepflegte Gemüsegärten. Die Aussicht von hier oben öffnet sich weit über die italienischen Hügel des Varesotto und an klaren Tagen bis zum Monte Rosa.

Es ist der perfekte Rahmen für Sie, wenn Sie lange mit Ihrem Hund wandern möchten, ohne fast jemanem zu begegnen, und wenn Sie abends jene tiefe Stille suchen, die man heute nur noch an wenigen Orten in Europa findet. Genau hier befindet sich die Casa Ortensia.

Ponte Tresa

Ponte Tresa, direkt an der italienischen Grenze, ist ein kleines Dorf, das durch den Fluss geteilt wird: eine Schweizer Hälfte, eine italienische Hälfte und eine einzige Brücke, die sie verbindet. Der kleine Hafen, die Enten, die Fischer, die Café-Terrassen am Wasser: Die Atmosphäre ist jene schwebende und lichte eines Grenzdorfes. Die Spazierwege entlang des Flusses Tresa bieten flache und schattige Abschnitte, ideal auch für ältere Hunde oder Familien mit kleinen Kindern. Man kann sie zu Fuss oder mit dem Velo auf der Ciclopista della Tresa erkunden, die von Ponte Tresa bis zum Lago di Lugano führt, vorbei an Wäldern und Schilfgürteln.

Miglieglia und das Alto Malcantone

Miglieglia, am Fusse des Monte Lema, ist das Tor zur spektakulärsten Panoramawanderung der Region. Das Dorf, versammelt um die romanische Kirche Santo Stefano (Fresken aus dem 15. Jahrhundert, ein Besuch lohnt sich), ist auch der Ausgangspunkt der Seilbahn, die einen in wenigen Minuten zum Gipfel bringt. Von hier aus gelangt man über Breno, Fescoggia und Vezio ins Alto Malcantone: eine Handvoll ländlicher Weiler zwischen Himmel und Wald, wo das Leben mit der Langsamkeit eines vergangenen Jahrhunderts fliesst.

Hundefreundliche Spaziergänge und Wanderwege

Das Malcantone und das Ticino im Allgemeinen bieten hunderte Kilometer markierter Wanderwege. Hier sind einige, die wir besonders lieben, ausgewählt für Menschen, die mit Hund unterwegs sind.

  • Monte Lema (1.624 m): Mit der Seilbahn fährt man bequem von Miglieglia hinauf (Hunde fahren kostenlos). Vom Gipfel geniesst man eine Aussicht, die den Lago di Lugano, den Monte Rosa, die Walliser Alpen und an klaren Tagen sogar das Matterhorn umfasst. Dort beginnt die berühmte Gratwanderung zum Monte Tamaro: eine fünfstündige Wanderung in der Höhe, in einer offenen und windigen Landschaft, perfekt für den Sommer. Es ist ein anspruchsvolles Trekking, aber machbar für einen sportlichen und fitten Hund; denken Sie an genügend Wasser, da es auf dem Grat keine Brunnen gibt.
  • Der Kastanienweg (Sentiero del Castagno): Ein markierter Rundweg, der durch monumentale Wälder führt, in denen Bäume über fünfhundert Jahre alt sind: hohle Stämme, gross wie Zimmer, in denen Hirten einst Schutz suchten. Steter Schatten, weicher Boden unter den Pfoten, kleine Bäche zum Trinken und viele Lehrtafeln, die die Geschichte der Kastanie erzählen, des „Brotbaums“, der diese Täler über Jahrhunderte ernährte. Ideal in den heissen Monaten und im Oktober herrlich wegen der Farben.
  • Spaziergänge entlang der Tresa und Magliasina: Flache, schattige Abschnitte mit leichtem Zugang zum Wasser. Hunde können in den ruhigen Buchten baden, trinken und sich abkühlen. Perfekt für ältere Hunde, Welpen oder einfach für einen erholsamen Gang nach dem Abendessen, vielleicht mit einem Stopp in einem der Grotti am Ufer, um Fisch aus dem See zu essen.
  • Panoramapfade oberhalb von Aranno und Vernate: Halbtagestouren zwischen Wiesen, Weinbergen und kleinen ländlichen Kernen mit Blick auf den See und den Monte San Salvatore. Mittlerer Schwierigkeitsgrad, geringe Höhenunterschiede. Entlang des Weges trifft man auf alte Backöfen, Steinwaschplätze, Votivkapellen: die bäuerliche Geschichte des Malcantone auf zehn Kilometern.
  • Familienwege rund um Astano und Sessa: Kurze, einstündige Rundwege mit historisch interessanten Punkten (romanische Kirchen, alte Goldminen, Waschplätze), konzipiert für alle, die mit Kindern und Hunden reisen. Astano bewahrt insbesondere noch Spuren der alten Goldminen, die bis in die 1950er Jahre aktiv waren.
  • Der Sentiero delle Meraviglie: Ein Themenweg, der Curio, Bedigliora und Banco verbindet, ideal als erste Wanderung, um sich mit der Geografie der Region vertraut zu machen.
Wanderweg im Malcantone inmitten von Kastanienwäldern
Die jahrhundertealten Kastanienhaine des Malcantone: Schatten, Frische und Stille selbst im Hochsommer.

Die Kastanienhaine des Malcantone

Sie verdienen ein eigenes Kapitel. Die Kastanie war über Jahrhunderte der Überlebensbaum in diesen Tälern: Ihre Früchte, getrocknet in den steinernen Trockenhäusern (den grà, die noch heute am Wegesrand zu sehen sind), wurden zu Mehl für den ganzen Winter. Heute zählen die Kastanienhaine des Malcantone zu den grössten der Schweiz. Darin zu wandern ist eine fast sakrale Erfahrung: Das Licht fällt in Flecken ein, der Unterboden duftet nach feuchter Erde und Pilzen, und die tausendjährigen Stämme wirken wie Skulpturen, die die Zeit dort gelassen hat.

Für einen Hund ist es das Paradies: überall Schatten, weicher Boden, der die Ballen schont, unzählige Düfte. Für uns ist es einer der wenigen Orte, an denen Gehen ganz natürlich zur Meditation wird. Im Oktober belebt das Kastanienfest (Festa della Castagna) alle Dörfer der Region: geröstete Kastanien, Glühwein, Musik — und Hunde sind überall willkommen.

Der Lago di Lugano und der Lago Maggiore

Die Wanderungen in den Hügeln sind das Herz eines Urlaubs im Ticino, aber die beiden grossen Seen — Lugano und Maggiore — verdienen jeweils mindestens einen Tag.

Lugano

In Lugano ist die Uferpromenade grösstenteils mit dem Hund an der Leine begehbar, vom Parco Ciani bis nach Paradiso, unter Magnolien und jahrhundertealten Zedern. Der Parco Ciani ist insbesondere einer der schönsten historischen Gärten des Kantons: achthundert Meter schattige Alleen, offene Wiesen, eine neoklassizistische Villa und ein Blick, der bis zum San Salvatore reicht. Hunde sind an der Leine zugelassen, und es gibt überall Brunnen.

Die Caféterrassen sind fast alle einladend, und in Paradiso kann man mit der Standseilbahn auf den Monte San Salvatore fahren (Hunde erlaubt), um eine 360-Grad-Aussicht zu geniessen, die an einem klaren Tag das gesamte Seebecken, die Alpen und die lombardische Ebene umfasst. Wer es ruhiger mag, nimmt das Schiff nach Gandria, einem Fischerdorf, das sich an den Felsen krallt, oder nach Morcote, das oft als eines der schönsten Dörfer der Schweiz bezeichnet wird. Auf den Schiffen der Società Navigazione del Lago di Lugano reisen Hunde kostenlos oder zum ermässigten Preis.

Lago Maggiore

Nur wenige Kilometer entfernt, jenseits der Grenze, bietet der Lago Maggiore Orte wie Luino, berühmt für seinen historischen Mittwochsmarkt (einer der grössten Europas, Hunde problemlos zugelassen), und Seeuferwege, auf denen man stundenlang spazieren kann. Die sandigen Ufer der ruhigen Buchten, besonders Richtung Maccagno und Pino, erlauben dem Hund den einen oder anderen schnellen Sprung ins Wasser.

Lohnenswert ist auch eine Fahrt nach Cannero Riviera mit seinen Schlössern im Wasser oder ein Ausflug bis nach Stresa zu den Isole Borromee (Isola Bella, Isola Madre, Isola dei Pescatori): Hunde sind auf den öffentlichen Fähren und in vielen Gärten der Inseln zugelassen. Im Sommer gibt es keinen schöneren Moment als den Sonnenuntergang am Wasser, sitzend auf einer Bank mit dem treuen Begleiter an der Seite, während die Lichter der Dörfer am gegenüberliegenden Ufer nach und nach angehen.

Die Vorteile eines eingezäunten Gartens

Und hier kommen wir zum wichtigsten Punkt für Reisende mit Hund: die Unterkunft.

Ein Hotelzimmer bleibt, egal wie pet-friendly es ist, ein Zimmer. Geschlossene Räume, Korridore, Aufzüge, andere Gäste, die dem Hund in der Lobby begegnen. Für ihn bedeutet das Stress, ständige Wachsamkeit, keine echte Freiheit. Für Sie bedeutet es, jedes Mal rausgehen zu müssen, wenn er sich bewegen muss, jeden Morgen um sechs, jeden späten Abend, auch wenn es regnet.

Ein Haus mit eingezäuntem Garten ändert alles, auf konkrete und spürbare Weise:

  • Bewegungsfreiheit: Der Hund kann allein nach draussen gehen, schnüffeln, sich in den Schatten legen, aufstehen, wann er will. Keine Leine, kein Warten, kein „Warte, bis ich mich angezogen habe“.
  • Weniger Stress: Ohne den Druck möglicher Fluchten oder unerwarteter Begegnungen entspannt sich der Hund innerhalb weniger Tage: Er schläft besser, frisst besser, bellt weniger.
  • Echte Momente für Sie: Sie können draussen ohne Leine frühstücken, ein Buch lesen, während er erkundet, am Computer auf der Terrasse arbeiten, morgens eine Stunde länger schlafen, im Wissen, dass er nicht weglaufen wird.
  • Sicherheit: Eine gute Umzäunung schützt vor Begegnungen mit Wildschweinen (die im Malcantone vorkommen), Füchsen oder Autos. In einer hügeligen Region ist dies ein entscheidendes Detail.
  • Gesunde Sozialität: Der Hund ist in der Familie, aber in seinem eigenen Raum: nicht zwischen anderen Gästen, nicht in der Lobby, nicht im Korridor. Nur Sie und er.

In der Casa Ortensia wollten wir genau das: einen grossen, komplett eingezäunten Garten, gepflegt, im Schatten alter Bäume, mit kühlen Ecken, einem Brunnen, weichem Rasen und einer Aussicht über die Hügel. Für viele unserer Gäste ist es das erste Mal, dass ihr Hund tagelang einen Urlaub ohne Leine erlebt. Die Veränderung, so erzählen sie uns, sieht man bereits nach achtundvierzig Stunden.

Hund entspannt in einem eingezäunten Garten
Ein entspannter Hund in einem eingezäunten Garten: Hier beginnt der Urlaub.

Was Sie im Urlaub mit Hund mitbringen sollten

Einige praktische Vorkehrungen machen die Reise viel entspannter:

  • Sein Wassernapf und ein kleinerer für unterwegs, für das Auto und den Rucksack.
  • Sein gewohntes Futter für die gesamte Dauer des Aufenthalts: Eine Ernährungsumstellung im Urlaub ist eine der häufigsten Ursachen für Magen-Darm-Probleme.
  • Feste Leine und Schleppleine (5-10 Meter): Erstere für Dörfer und Seilbahnen, Letztere für Waldwege, wo er in Freiheit schnüffeln darf.
  • Ein altes Handtuch für schlammige Pfoten und Sprünge in den Fluss.
  • Geschirr und eine Marke mit Ihrer Telefonnummer, auch wenn er gechippt ist.
  • Gesundheitszeugnis und EU-Heimtierausweis: In der Schweiz sind diese gesetzlich vorgeschrieben und werden bei Kontrollen verlangt.
  • Eine gewohnte Decke oder sein Körbchen: Die vertrauten Gerüche von zu Hause helfen ihm, sich sofort wohlzufühlen.
  • Aktueller Parasitenschutz: In den Hügeln gibt es Zecken, besonders im Frühling und Sommer.

Slow Living: Das Vergnügen, keine Eile zu haben

Der wahre Grund, warum sich immer mehr Menschen für das Malcantone entscheiden, ist eigentlich nicht die Liste der Wanderwege oder der pet-friendly Restaurants. Es ist etwas anderes, Subtileres: die Möglichkeit zur Verlangsamung.

Hier gibt es keine Attraktionen, zu denen man eilen muss, keine Schlangen vor Museen, keine Parkplatzkämpfe. Es gibt einen Vormittag, der langsam beginnt, mit dem Nebel, der von den Wiesen aufsteigt, und dem Kaffee im Morgenmantel im Freien; einen Waldspaziergang vor der Hitze, bei dem der Hund den Weg weist; ein Mittagessen im Schatten eines Grottos mit einem Teller Käse aus dem Tal und einem Glas Merlot del Ticino; einen Lesenachmittag auf der Terrasse, während der Hund daneben schnarcht; ein langes Abendessen unter den Sternen, in einer Stille, die es zu Hause nicht mehr gibt.

Es ist ein Rhythmus, der uns guttut und ihnen noch besser tut: Hunde, die so einen Urlaub erleben, kehren ruhiger, fitter und glücklicher nach Hause zurück. Slow Living ist keine abstrakte Philosophie: Es ist einfach die Rückbesinnung darauf, dass es noch Orte gibt, an denen Zeit in Sonnenauf- und -untergängen gemessen wird, nicht in Benachrichtigungen. Und dass die Natur — echt, nah, alltäglich — die wirksamste Heilung für alles ist, was uns das Stadtleben auferlegt.

Ein Abend, an dem man unter dem Albero dei Desideri im Garten plaudert, während der Hund sich im Gras streckt und die Glühwürmchen zu leuchten beginnen, ist oft mehr wert als drei Tage in der Stadt.

Hund entspannt im Garten während des Urlaubs
Das langsame Leben im Malcantone: Für Hunde ist es ein Geschenk, noch vor uns Menschen.

Ein Urlaub zum gemeinsamen Erleben

Für jemanden, der einen Hund hat, ist eine Reise ohne ihn niemals wirklich eine Reise. Es gibt diesen Teil von uns, der zu Hause bleibt, den einen Anruf mehr in der Tierpension, die verfrühte Rückkehr, den kleinen Stich des schlechten Gewissens selbst an den schönsten Tagen. Einen Urlaub zu wählen, der darauf ausgelegt ist, gemeinsam zu sein, bedeutet schlichtweg, auf nichts zu verzichten — weder wir noch er.

Hunde sind Familie. Sie wandern mit uns, essen mit uns, schlafen zu unseren Füssen. Eine Woche an einem Ort, an dem auch sie Gäste sind — nicht nur geduldet, sondern wirklich willkommen —, ist eines der schönsten Geschenke, die wir ihnen machen können. Und eine der aufrichtigsten Arten, sich wirklich zu erholen, weil wir wissen, dass es auch ihnen gut geht.

Tipps für den Sommer

In den heissesten Monaten sorgen ein paar zusätzliche Aufmerksamkeiten für einen entspannten Urlaub, auch für nicht mehr junge oder grosse Hunde:

  • Wandern Sie früh am Morgen oder nach 18 Uhr. Auch in den Hügeln brennt die Sonne zwischen 12 und 16 Uhr: Besser im Schatten ruhen.
  • Immer Wasser bereitstellen, sowohl im Haus als auch im Rucksack. Eine kleine Trinkflasche mit faltbarem Napf kostet wenig und macht den Unterschied.
  • Waldwege statt exponierter Grate: Die Kastanienhaine des Malcantone bleiben auch im Juli kühl.
  • Lassen Sie den Hund niemals im Auto, auch nicht für wenige Minuten, auch nicht im Schatten.
  • Heisser Asphalt: Bevor Sie einen Parkplatz überqueren, testen Sie ihn mit dem Handrücken. Wenn es für Sie brennt, brennt es auch für seine Pfoten.
  • Baden in Süsswasser (Flüsse, Bäche, Seebuchten): erfrischt, macht Spass und ermüdet auf die richtige Weise.
  • Unternehmungen im Kühlen: In den heissen Stunden ist eine Pause in einer Osteria mit schattiger Terrasse oder ein Besuch im Kastanienhain besser als eine Exkursion in praller Sonne. Weitere Ideen finden Sie in unserem Führer für Aktivitäten in der Region.

Fazit

Ein Urlaub mit Hund im Ticino ist nicht einfach nur ein Urlaub, in dem „Hunde erlaubt“ sind. Es ist eine andere Erfahrung, aufgebaut um die Idee, dass langsame Zeit, Natur und die Gesellschaft der Menschen — und Tiere —, die wir lieben, bereits eine Form von Luxus sind.

Schon wenige Tage im Malcantone genügen, zwischen einem Kastanienpfad und einem Kaffee auf dem Platz, einem faulen Morgen im Garten und einem abendlichen Spaziergang am Seeufer, um sich daran zu erinnern, was wahre Erholung bedeutet. Und um zu sehen, wie der eigene Hund wieder ganz der Alte wird: neugierig, gelassen, präsent.

Wir erwarten Sie.

Häufig gestellte Fragen

Wohin im Ticino für einen Urlaub mit Hund?

Die am besten geeigneten Zonen sind das Malcantone (Monteggio, Ponte Tresa, Miglieglia), das Alto Malcantone und die Hügel oberhalb von Lugano. Hier findet man Häuser mit eingezäuntem Garten, schattige Wege und Restaurants, die Hunde willkommen heissen. Die Casa Ortensia in Monteggio ist ein idealer Ausgangspunkt, um die gesamte Region zu erkunden.

Welche Spaziergänge im Malcantone eignen sich für Hunde?

Die Kastanienwege, die Ufer der Flüsse Tresa und Magliasina sowie die Panorama-Rundwege oberhalb von Aranno und Vernate sind perfekt. Für anspruchsvollere Wanderungen ist die Überquerung Monte Lema – Monte Tamaro eines der spektakulärsten Trekkings der Tessiner Alpen, wobei Hunde auf den Wegen und in der Seilbahn zugelassen sind.

Ist das Ticino ein hundefreundliches Reiseziel?

Ja, auf eine sehr natürliche Weise. Hunde sind in den öffentlichen Verkehrsmitteln, in den meisten Restaurants, auf Wanderwegen und in Seilbahnen willkommen. Es gibt keine besonders einschränkenden Vorschriften, und die lokale Kultur betrachtet Tiere als Teil der Familie.

Ist ein eingezäunter Garten nützlich?

Sehr. Er ermöglicht es dem Hund, sich frei zu bewegen, sich stressfrei an die neue Umgebung zu gewöhnen und autonom zu ruhen. Für Sie bedeutet es, im Freien frühstücken zu können, zu lesen oder ohne Leine zu arbeiten und gelassener zu schlafen. Es ist der Unterschied zwischen einem organisierten Aufenthalt und einem richtigen Urlaub.

Was sind die Vorteile eines Urlaubs in der Natur?

Hunde, die eine Woche in den Hügeln zwischen Wäldern, Pfaden und Gärten verbringen, kehren ruhiger, fitter und glücklicher nach Hause zurück. Für Menschen sind die Vorteile dieselben: weniger Reize, mehr Stille, langsamere Rhythmen, besserer Schlaf. Es ist die Art von Urlaub, die man im Körper viel länger spürt als die tatsächliche Dauer des Aufenthalts.

Casa Ortensia

Casa Ortensia: Ein Urlaub zum gemeinsamen Erleben mit Ihrem Hund

Im Herzen des Malcantone bietet die Casa Ortensia Ruhe, Natur und einen grossen eingezäunten Garten für die ganze Familie, inklusive Ihrer vierbeinigen Freunde.